2014 October 25 / 10:00
Statements
Thomas Geldmacher

Chronologie eines Denkmals

1984: Seit damals existiert ein Gedenkstein im Donaupark - beim ehemaligen Militärschießplatz.
Oktober 1998: Die Arge Wehrdienstverweigerung u. a. errichten ein temporäres Deserteursdenkmal am Wiener Maria-Theresien-Platz.
1998/99: Studierende an der Uni Wien greifen das Thema auf.
1999: Der Nationalrat beschließt, das Thema NS-Militärjustiz wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen.
2002: Konstituierung des Personenkomitees “Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz”.
2005: Es erfolgt die Aufhebung der sozialrecht-lichen Diskriminierung der Opfer durch das Anerkennungsgesetz. Eine umfassende Rehabilitierung der Deserteure ist das aber nicht.
2009: Eröffnung der Wanderausstellung Was damals Recht war ... in Wien. Wenige Wochen später wird das Aufhebungs- und Rehabilitierungsgesetz verabschiedet. Die Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz sind pauschal rehabilitiert.
2010: Koalitionsvereinbarung von Rot-Grün in Wien: Die Errichtung eines Denkmals für die Deserteure der Wehrmacht wird fixiert.
2011: Arbeitsgruppe tagt, um den Standort festzulegen. Das Personenkomitee bringt den Heldenplatz ins Spiel.
Anfang 2012: Liste der Standorte wird vorgelegt - Heldenplatz und Ballhausplatz werden genannt.
Ende 2012: Nach langen Debatten erfolgt die Festlegung auf den Ballhausplatz. Ein Wettbewerb wird ausgeschrieben.
Ende Juni 2013: Acht Künstler/innen haben eingereicht. Das “X” des Deutschen Olaf Nicolai gewinnt. 
20. Oktober 2014: Grüne und Personenkomitee laden abends zu einem Empfang ins Palais Epstein
24. Oktober 2014: Eröffnungstermin für das Denkmal