2015 June 17
Students
T.E.

Auf einer Reise nach Transkarpatien, wurde E. auf T. aufmerksam. T.s kecke Ausstrahlung und eigenwillige Form zog E. an. Dreckig, eigenwillig und plump stellte T. sich vor. Ein Geruch, der sich aus Schweinemist und Motoröl zusammensetzte, war von der Straße aus zu vernehmen. Für E. kam somit eine rationelle Aneignung nicht in Frage, in E.s Imagination gingen T.E. auf Reisen, unabhängig von Infrastruktur und kommerziellen Wegen. Es brauchte Zeit, bis T. dazu ermutigt werden konnte, eine Reise mit E. zu wagen.

T.E. brachen am 25. Mai 2014 auf - nach fast 3 Monaten Aufenthalt war es soweit. T.E. fuhren über die Grenze in die Slowakei. Ein erhebendes Gefühl nach all den Strapazen aber auch eines, das T. zu E.s Partner werden lässt. T. wird vom Objekt zu einer nicht menschlichen Persönlichkeit. Vertrautheit stellt sich ein.

Anfangs war T. wie jeder andere. T., der bis jetzt nur den Grund und Boden von T.s ehemaligem Besitzer kannte, geht mit E. auf eine Reise. Eine Reise, die T. und E. aus ihrer gewohnten und bekannten Umgebung, ihren Tätigkeitsbereichen herausnimmt, auf der sie miteinander eine neue Nutzbarkeit schaffen.

So starteten T.E. das Experiment, eine Distanz von 1200 km zurückzulegen. Es waren 3 Monate in denen T.E. durch alle möglichen Nischen und Weiten reisten, T.E. durch Gebrechen und Pannen von einem Ort zum anderen gelotst wurde, überall eine Überraschung boten und immer wieder Verbündete fanden.

T.E. kreierten einen eigenen Kosmos.

Im Alltag eingegliedert wird es immer schwerer für T.E. eine Form des gemeinsamen Weiterwirkens zu finden. T. und E. haben T.s Arbeitswelt als Reisende beobachtet, und durch die Eingliederung in E.s alltägliche Arbeitswelt werden sie wieder getrennt. T.E. sind auf zwei unterschiedliche Orte, in ihre geografische Lage und Infrastruktur aufgeteilt.

Je präziser der Ball weitergespielt wird, desto weniger läuft Gefahr, den Ball aus dem Auge zu verlieren.

Durch die Langsamkeit und Trägheit verliert die Distanz an Bedeutung. Das Weiterrollen erfährt einen Bezug zum Boden, zu den technischen Voraussetzungen, zur Temperatur und zu ihrer Stimmung.

 

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Foto: Elisabeth Falkinger