Winter 2018/19
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Partizipation, Pluralität, Potentialität in Performance heute.

Die Lehrveranstaltung setzt sich mit zeitgenössischen performativen Konzepten auseinander, die Teilhabe als kritische Distanz fokussieren und dabei aktuelle ästhetische und politische Diskussionen adressieren.

Anhand von relevanten theoretischen Texten und Performance-Aufzeichnungen (z.B. von Forced Entertainment, Needcompany, Meg Stuart, Xavier Le Roy, Ivana Müller, nadaproductions und vielen anderen) wird Partizipation hinterfragt – u.a. als singuläre Politik der Freundschaft (Jacques Derrida), als Modus eines idiorrhythmischen (Roland Barthes) Zusammenlebens, als schrittweise Intraaktivität (Karen Barad).

Es handelt sich um eine in jedem Wortsinn kritische Partizipation, die keine gegebene Gruppe, keinen fixierten Plural voraussetzt, die sich vielmehr mit ihrer eigenen Potentialität, Uneinlösbarkeit auseinandersetzt, sofern das ‚Wir‘ immer schon ein temporäres Konstrukt gewesen sein wird.

Untersucht werden performative Strategien, die auf dem singulär plural sein (Jean-Luc Nancy) in künstlerischen Arbeitsprozessen und Publikumsteilhabe insistieren und Anderes willkommen heißen – in der präzisen Unschärfe von Parallelwelten, in denen wir so seltsam, problematisch und intensiv zusammengehören.

 

Mehr Info auf der Base Angewandte

 

Credit: A piece you remember to tell - A piece you tell to remember (Silke Bake/Peter Stamer, 2016)
Foto: Anja Beutler