2018 June 22 / 14:00
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Parallel zur Übertragung der Herrenfußball-WM via
Großbildschirm am Urbanen Feld / aspern Seestadt

Ein populärkulturelles Großereignis auf LED Videowand im Outback der Seestadt Aspern und der Körper der notgalerie, die sich seit einem Jahr auf einem Hügel dieses Geländes als weitgereiste Gesamtinstallation behauptet, bilden ein ungewöhnliches Spielfeld. Für die darauf stattfindende Begegnung formieren die beiden Künstler Reinhold Zisser und Christoph Schwarz ein Team von Wiener Kunstschaffenden um sich. Gemeinsam untersuchen sie das Spannungsfeld zwischen der sakralen Vergangenheit des Gebäudes, das 1946 nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Döbling auf einem von Schuttbergen bedeckten Bauplatz als Notkirche errichtet wurde, und dem Regime der Bilder, welche das Fußballgroßereignis hier inszeniert.

Wenn der kollektive Blick zu einem schamhaften Gucken umgedeutet wird, soll damit nicht zwingend auf das Unbehagen angespielt werden, das entsteht, wenn Nationalismen unter dem Deckmantel eines sportlichen Wettkampfes gepflegt werden. Die Logik des Titels beschreibt vielmehr die Rolle eines Ausstellungsraums eingebettet in die Maschinerie einer populärkulturellen Großveranstaltung: auf den ersten Blick als Fehler wahrgenommen, kann eine Auseinandersetzung mit den künstlerischen Inhalten die bestehende Ordnung herausfordern und einen frischen zweiten Blick auf die Welt ermöglichen.

Teilnehmende KünstlerInnen:
Andreas Perkmann Berger, Bernhard Cella, Gustav Deutsch & Hanna Schimek, Karin Ferrari, Thomas Garcia, Christina Gohli, Helmut Heiss, Ines Hochgerner, Alfred Lenz, Andrea Lüth & Gerald Roßbacher, Leonhard Müllner & Robin Klengel, Thea Moeller, Christoph Schwarz, Reinhold Zisser,

sowie Studierende der Universität für Angewandte Kunst, Klasse für Ortsbezogene Kunst und der Klasse Skulptur und Raum: Sara Bissen, Christian Christiansen, Anne Gammelgaard, Christoph Giesch, Lukas Gritzner, Raphael Reichl, Julia Steinbach


www.notgalerie.at
ein Projekt von Reinhold Zisser
Co-Kurator 2018 Christoph Schwarz

 

Credit: Andreas Perkmann Berger